Mosambik - Ausbildungszentrum in Chimoio

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Das Gebäude der Direktion

Projektlaufzeit: 01.02.2000 - 01.02.2003
Mit im Januar 2000 von der EU bewilligten Finanzmitteln und einem aus Spenden finanzierten Eigenanteil förderte der Werkhof bis Anfang 2003 das Innovationszentrum der berufsbildenden Schule "Escola de Artes e Oficios" in Chimoio. Die "Escola de Artes e Oficios" wurde in den Jahren 1994-1999 durch den Werkhof aufgebaut und in Kooperation mit dem Weltfriedensdienst bis Ende 2002 unterstützt. In der EAO-Chimoio werden zur Zeit zwischen 140 und 160 Jugendliche in den Bereichen Metall und Holz sowie im Bauhandwerk ausgebildet.

Ein spezifisches Problem nicht nur in Mosambik ist die Finanzierbarkeit von Bildungseinrichtungen. Um berufliche Bildung trotz leerer Staatskassen zu ermöglichen, versuchte man in Mosambik das Mitte der 80er Jahre eingeführte "Produktionsschulen"-Modell auszubauen. So ist auch die "Escola de Artes e Oficios" als Produktionsschule konzipiert. Das heißt, schon während der Ausbildung wird für den freien Markt produziert, um auf diese Weise einen Teil des Schulhaushaltes selbst zu finanzieren.
Die an der Schule etablierte Produktionsabteilung trägt einen Teil zur Finanzierung des Schulbudgets bei. So konnte aus den Erträgen der Schulproduktion im Jahr 2003 ein Internatsgebäude fertiggestellt werden, das für auswärtige Schüler als Unterkunft dient.

Ein Beispiel für die Produkte, die seit 2004 an der Schule gefertigt werden, sind verschiedene Typen von Energiesparöfen sowie die entstandene Rollstuhlwerkstatt SAVEPLA.

Der Werkhof hat in den letzten Jahren vornehmlich Betriebsgründungen von Schulabgängern der EAO gefördert. Neben einem Baubetrieb ist heute im Metallsektor vor allem die Rollstuhlwerkstatt SAVEPLA wirtschaftlich erfolgreich. Bis Juni 2006 konnten mit in Europa gesammelten Spenden über 200 Rollstühle und Triciclos produziert werden. Davon wurden bereits 200 an Behinderte übergeben. SAVEPLA produziert neben den Rollstühlen aber noch viele verschiedene Produkte für den lokalen Markt. Darunter Energiesparöfen und einfache Pumpen.

Seit dem Abschluss der EU-Förderung für die EAO in Chimoio im Frühjahr des Jahres 2003 fördert der Werkhof nur noch die Rollstuhlwerkstatt, da wir es für wichtig halten, dass Behinderte auch in Zukunft eine Chance auf bessere Lebensbedingungen erhalten.

Bilder vom Projektbesuch 2007

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Eingang zum Schulgelände der EAOC.
Die EAOC wurde von 1994-2002 durch den Werkhof aufgebaut

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Das Gebäude der Direktion

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Halle der Bauabteilung

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Vor der Schreinerei. Kinder holen Holzabfälle ab, im Hintergrund die Bauwerkstatt.

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Neubau eines Klassensaales. Die EAOC hat heute über 300 Schüler und SchülerInnen.

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Mensa (Vordergrund) und Werkstättten

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Gespräch mit dem pädagogischen Leiter. Die EAOC wird heute durch den Weltfriedensdienst e.V. betreut. (schwarz gekleidet: W. Peuerböck, Koordinator des WFD)

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Klassensäle und Sanitärtrackt

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LKW-Wrack auf dem Schulgelände

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In der Metallwerkstatt

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Anbau von Gemüse. An der Schule werden Gemüse- und Landschaftsgärtner ausgebildet.

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Auch gießen will gelernt sein. Das produzierte Gemüse wird in der Schulküche verwendet.

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Ein neuer LKW würde dringend gebraucht. Der LKW auf dem Bild ist eine Spende der Stadtwerke Neuss.

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Selbstproduzierte Dachziegel. Fast alle Baumaterialien für die Schule werden selbst hergestellt.

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Produktion von Verbundsteinen

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In der Schreinerei

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Klassensaal

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Blick vom Cabeca über Chimoio

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Wasserstelle vor dem Cabeca do velho

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Besuch bei SAVEPLA. Die Rollstuhlwerkstatt wird seit dem Jahr 2000 durch den Werkhof gefördert.

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Kooperativenmitglieder mit A. Hensel. Die Kooperative besteht aus sechs Mitgliedern.

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Gespräch in der Werkstatt.

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Die Vorbereitung für die Übergabe sind fast abgeschlossen. Im August werden 25 Tricilos in der Stadt Manica übergeben.

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Endmontage eines Triciclos

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Probefahrt von C. Klingenfuss

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Endmontierte Tricilos. Bereit zur Übergabe an Behinderte.

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Schulische Produktion. Bau eines Transportkarrens.

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"Hauptstraße" in einem Bairro