Gemeindezentrum in Pedro P. Peña

BMZ-Projekt 2016-2017

Hoch oben im Norden des paraguayischen Chaco kurz vor der Grenze zu Bolivien haben sich rund um den während des Chacokrieges bedeutsamen Militärstützpunkt Pedro P. Peña wieder Nivaclé und Manjui angesiedelt. Dieser Ort bildet heute das Zentrum des Oberen Pilcomayo Gebietes. Deshalb wurde auch hier das Gemeindezentrum mit 4 Räumen errichtet.

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Neues Projekt am oberen Pilcomayo

Ebenso wie die beiden vorangegangenen BMZ-Projekte im paraguayischen Chaco, wird auch das neue Projekt von der NRO Tierra Libre umgesetzt. Eine der Besonderheiten des neuen Projektgebiets im Oberen Pilcomayo ist, dass die Nivaĉle und die zur selben Sprachfamilie gehörenden Manjui in den meisten Gemeinden zusammenwohnen, wobei die Manjui-Komponente generell jeweils in der Minderheit ist. Nur die Gemeinde Mistolar ist rein Nivaĉle, während die Gemeinde Santa Rosa sich nahezu ausschließlich aus Manjui zusammensetzt; letztere ist die einzige Gemeinde im paraguayischen Chaco, in der die Manjui-Sprache nicht direkt vom Aussterben bedroht ist.

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Lebensraumsicherung der Nivaĉle und Manjui im Oberen Pilcomayo-Gebiet (2)

BMZ Projekt seit März 2016

Die ersten beiden BMZ-Projekte in den weiter südöstlich am Pilcomayo gelegenen Siedlungsgebieten der Nivaĉle konnten erfolgreich abgeschlossen werden. Bei der Durchsetzung der Landforderungen und staatlicher Infrastrukturmaßnahmen ist weiterhin Geduld und Beratung gefordert, die unser Partner Tierra Libre in allen Gemeinden bei Bedarf anbietet. Erfreulicherweise hat sich die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinde-vertretungen der Nivaĉle und dem Instituto Paraguayo del Indigena (INDI) mit der Zeit gut entwickelt.

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Bericht über den Besuch bei den Nivaĉle

im Chaco von Paraguay am 28. Juni 2016 um 19:30 Uhr

im Weltladen Darmstadt, Elisabethenstr. 51

Lebensraumsicherung der Nivaĉle und Manjui im Oberen Pilcomayo-Gebiet

Neuer Antrag ans BMZ ab 2016

Nach der erfolgreichen Durchführung der Projekte am Mittleren und - jetzt in der Abschlussphase - am Unteren Pilcomayo wollen auch die in 5 Dörfern verteilt lebenden Nivaĉle und Manjui am Oberen Pilcomayo den Prozess von Beratung und Schaffung der Grundlagen zur Erlangung ausreichenden Landes mit Unterstützung unseres Partners Tierra Libre durchlaufen. Auch hier werden die staatlich garantierten 100 ha je Familie als unveräußerliches Gemeindeland gefordert. Auf den bisher übertragenen Flächen fehlt der zum Fischen so wichtige Zugang zum Fluss, die Möglichkeiten zur Jagd sind zu sehr eingeschränkt. Im Ernährungskreislauf spielen Fisch und Fleisch eine wichtige Rolle, denn Früchte und Wurzeln lassen sich nur während einiger Monate im Jahr von wild wachsenden Pflanzen ernten und die zur Verfügung stehenden Flächen für landwirtschaftliche Nutzung sind bei weitem nicht ausreichend. Hinzu kommen die unregelmäßigen Regenfälle in dieser kargen Landschaft. Vor 2 Jahren fiel die komplette Ernte aus, leider kein Einzelfall. Auch dieses Jahr mussten die Menschen wieder mit Lebensmitteln aus staatlichen Reserven versorgt werden, weil wegen ungewöhnlich langer Trockenzeiten ein groß teil der Ernte vertrocknete. Um Bedingungen zu schaffen, die ein autonomes Leben zulassen, sind im neuen Projekt einige Infrastrukturmaßnahmen vorgesehen, die vor allem Arbeitsmöglichkeiten im kunstgewerblichen Bereich sowie in der direkten Vermarktung fördern. Auch für die Nutztierhaltung sind bessere Bedingungen geplant. Damit können mehr Schafe gehalten werden, die vor allem für die Wolle für Winterbekleidung wie Ponchos sorgen. Handgefertigte Wollprodukte sollen auch gehandelt werden.

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