Lebensraumsicherung der Nivaĉle und Manjui im Oberen Pilcomayo-Gebiet

Neuer Antrag ans BMZ ab 2016

Nach der erfolgreichen Durchführung der Projekte am Mittleren und - jetzt in der Abschlussphase - am Unteren Pilcomayo wollen auch die in 5 Dörfern verteilt lebenden Nivaĉle und Manjui am Oberen Pilcomayo den Prozess von Beratung und Schaffung der Grundlagen zur Erlangung ausreichenden Landes mit Unterstützung unseres Partners Tierra Libre durchlaufen. Auch hier werden die staatlich garantierten 100 ha je Familie als unveräußerliches Gemeindeland gefordert. Auf den bisher übertragenen Flächen fehlt der zum Fischen so wichtige Zugang zum Fluss, die Möglichkeiten zur Jagd sind zu sehr eingeschränkt. Im Ernährungskreislauf spielen Fisch und Fleisch eine wichtige Rolle, denn Früchte und Wurzeln lassen sich nur während einiger Monate im Jahr von wild wachsenden Pflanzen ernten und die zur Verfügung stehenden Flächen für landwirtschaftliche Nutzung sind bei weitem nicht ausreichend. Hinzu kommen die unregelmäßigen Regenfälle in dieser kargen Landschaft. Vor 2 Jahren fiel die komplette Ernte aus, leider kein Einzelfall. Auch dieses Jahr mussten die Menschen wieder mit Lebensmitteln aus staatlichen Reserven versorgt werden, weil wegen ungewöhnlich langer Trockenzeiten ein groß teil der Ernte vertrocknete. Um Bedingungen zu schaffen, die ein autonomes Leben zulassen, sind im neuen Projekt einige Infrastrukturmaßnahmen vorgesehen, die vor allem Arbeitsmöglichkeiten im kunstgewerblichen Bereich sowie in der direkten Vermarktung fördern. Auch für die Nutztierhaltung sind bessere Bedingungen geplant. Damit können mehr Schafe gehalten werden, die vor allem für die Wolle für Winterbekleidung wie Ponchos sorgen. Handgefertigte Wollprodukte sollen auch gehandelt werden.

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Lebensraumsicherung der Nivaĉle im Unteren Pilcomayo-Gebiet

Das vom lokalen Träger Tierra Libre seit Mai 2014 im Unteren Pilcomayo-Gebiet realisierte Projekt zur langfristigen Absicherung des Lebensraumes der Nivaĉle macht weiterhin erkennbare Fortschritte. Infolge der außergewöhnlich starken Regenfälle seit Ende 2014 hatten sich Verzögerungen ergeben, die zu einer Verlängerung der Projektlaufzeit um 4 Monate führten. Das Projekt hat drei Schwerpunkte: 1) die Stärkung der Organisationen, 2) die Identifizierung und Planung von Landerweiterungen und 3) Verbesserungen im Bereich des Ressourcenschutzes und des Ressourcenzugangs für die 6 indigenen Gemeinden. Auf allen drei Ebenen sind bereits im aktuellen Stand der Projektumsetzung positive Ergebnisse erzielt worden. 

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BMZ-Projekt für Nivaĉle im Unteren Pilcomayotal

Das Untere Pilcomayo-Gebiet gehört zum Kerngebiet der Nivaĉle; hier lebt heute in sechs Gemeinden (Fischat, San José Esteros, Media Luna, Pablo Stahl, Cacique Sapo und Novoctas) der größte Teil der indigenen Bevölkerung der gesamten Pilcomayo-Region. Es ist das Gebiet, in dem es während des Chaco-Krieges (1932-1935) zu gewaltsamen Konfrontationen zwischen den Nivaĉle und dem entlang des Pilcomayo vordringenden bolivianischen Militär gekommen war, was einerseits zu Massakern ganzer Siedlungen aucasinosonline der Nivaĉle durch das Militär und andererseits zu indigenen Gegenangriffen unter dem legendären Führer Tofaai geführt hatte. In den folgenden Jahrzehnten setzte dann die Aneignung dieses für die Nivaĉle besonders wichtigen Teiles ihres Territoriums durch die Viehzüchter ein. Die Nivaĉle verloren dabei ihr gesamtes Land und wurden teilweise durch die Androhung von Gewalt dazu gezwungen, ihre alten Siedlungen aufzugeben.

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Erfolgreicher Abschluss des Projekt für Navaclé des mittleren Pilcomayo und neues BMZ Projekt

Ende April konnten die im ersten Projekt geförderten Arbeiten unseres Partners Tier-ra Libre zur Unterstützung der Nivaclé des Mittleren Pilcomayo zwecks formaler Übertragung ihres Lebensraums erfolgreich abgeschlossen werden. Seit Gründung des Komitees der Nivaclé des Mittleren Pilcomayo gehen die vier Gemeinden gemeinsam vor. Zur dauerhaften Sicherung ausreichenden Lebensraums müssen sie ein langwieriges Prozedere durchstehen. Dabei können sie bei Bedarf weiter auf Unterstützung von Tierra Libre rechnen.

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Ausführlicher Beitrag von Tierra Libre

Der historische Lebensraum der Nivaĉle liegt im trockenen Teil des Gran Chaco. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts umfasste er etwa 8,6 Milionen Hektar Land auf beiden Seiten der gegenwätigen Staatsgrenze zwischen Argentinien und Paraguay, die vom Hauptbett des Pilcomayo-Flusses gebildet wird. Das Ökosysten des Pilcomayo-Flusses mit seinem Wasserreichtum und seiner Vielfalt an biologischen Ressourcen war nicht nur der wirtschaftliche und kulturelle Kern des Territoriums der Nivaĉle, sondern auch der Bezugspunkt für ihre sozialräumliche Organisation. https://eyeweardock.com/shop/eyeglasses/

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